Verjährung von Schuldscheinen

Privatkredite sind in der heutigen Zeit eine sehr beliebte Geldbeschaffungsmaßnahme, da sie relativ kurzfristig vollzogen werden kann und für den Schuldner viele Vorteile, wie zum Beispiel geringe Zinsen bietet. Dennoch ist es für beide Parteien wichtig, im Falle eines Privatkredites entsprechende Dokumente zu verfassen, in denen die Schuld bestätigt wird und alle Konditionen, wie zum Beispiel Zinssatz, Rückzahlungstermin und natürlich die Höhe des Privatkredites geregelt sind. Auch die beiden Parteien müssen namentlich erwähnt werden. Dies dient der Klärung von Problemen, denn gerade bei Privatkrediten kommt es oft zu Streitigkeiten und Missverständnissen, denen ein Schuldschein eigentlich entgegen wirken soll.

Es ist auch der Fall, dass Schuldscheine eine Verjährungsfrist besitzen. Hier ist zunächst wichtig, einen Rückzahlungstermin zu vereinbaren, um ein genaues Datum dafür festlegen zu können. Da ein Schuldschein eine Zahlungsverpflichtung ist, gilt hier eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Ist das Datum der Rückzahlung also um mehr als drei Jahre überschritten, so kann der Gläubiger seine Zahlungsforderung nicht mehr geltend machen. Allerdings ist hier zu beachten, dass dieser Fakt nur gilt, solang der Schuldner in diesem Zeitraum an die Zahlung nicht erinnert wurde. Wurde der Schuldner in diesem Zeitraum, zum Beispiel in schriftlicher Form, darüber benachrichtigt, dass seine Zahlung noch aussteht und er diese schnellstmöglich begleichen sollte, so beginnt die Frist von drei Jahren ab dem Zeitpunkt der Mahnung von vorn.

Für Schuldscheine, in denen keine eindeutige Zahlungsfrist angegeben ist, gilt die Fälligkeit der Zahlung ab sofort, also auch die Verjährungsfrist gilt sofort. Also ist der Schuldschein drei Jahre nach der Erstellung des Schuldscheines verjährt und der Gläubiger hat kein Recht auf eine Rückzahlungsforderung mehr, wenn er den Schuldner in dieser Zeit an seine Zahlung nicht erinnert hat. Diese Regelungen sind in einem privaten Handel mit Geld sehr wichtig, um herauszufinden, ob eine entsprechende Forderung berechtig ist und damit niemand unfairerweise zu Schaden kommt.