Das ist wichtig bei Ausstellung eines Schuldscheins

Immer dann, wenn im privaten Rahmen eine größer Summe Geld verliehen wird, sollte dies in einem schriftlicher Vertrag festgehalten werden, der die Höhe des Darlehens und die Art sowie den Zeitpunkt der Rückgabe fixiert. Eine solche Vereinbarung wird als Schuldschein bezeichnet; er enthält die Verpflichtung des Schuldners gegenüber dem Gläubiger.
Vordrucke und Muster zur Erstellung von Schuldscheinen sind in vielfältigen Ausführungen im Fachhandel erhältlich. Ebenso ist es aber auch problemlos möglich, selbst eine solche Vereinbarung zu verfassen. Werden einige grundsätzliche Dinge beachten, bietet auch ein selbst gefertigtes Exemplar beiden beteiligten Parteien Rechtssicherheit.
Wesentlich ist, dass der Schuldschein über die vertragsbeteiligten Personen, die Höhe des Darlehens und die Rückzahlungsmodalitäten Auskunft gibt. Gültigkeit erlangt ein Schuldschein nur, wenn er mit einem Datum versehen ist und die Unterschrift des Schuldner enthält.
Die Angaben zur Person müssen für Geldgeber und -nehmer jeweils den Vornamen, Nachnamen und gegebenenfalls den Geburtsnamen enthalten. Ebenso sollte das Geburtsdatum und die aktuelle Meldeanschrift vermerkt werden. Es empfiehlt sich, außerdem die Personalausweisnummern zu notieren, um auch nach einigen Jahren noch eine eindeutige Identifizierbarkeit der Beteiligten zu ermöglichen. Es muss bei alledem natürlich klar erkennbar sein, bei welcher Person es sich um den Gläubiger handelt und wer der Nutznießer des Darlehens ist.
Die Höhe des verliehenes Betrages sollte sowohl als Zahl, als auch als ausgeschriebenes Wort festgehalten werden. Aus welchem Grund der Geldbetrag verliehen wurde bzw. wofür dieser eingesetzt werden soll, kann natürlich ebenfalls vermerkt werden. Dies ist allerdings für die Rechtsverbindlichkeit des Schuldscheins nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist hingegen die verschriftliche Vereinbarung, zu welchem Zeitpunkt das Geld zurückgezahlt werden soll und ob dies etwa durch eine Barzahlung oder durch eine Überweisung zu geschehen hat. Soll die Tilgung der Schuld durch die Zahlung von Raten erfolgen, sollten hier ebenfalls die genauen Modalitäten festgehalten werden: Dies betrifft die Höhe der Raten und den jeweiligen Zeitpunkt, wann die Teilbeträge fällig werden. Ist eine Verzinsung des Darlehens vorgesehen, muss sich diese eindeutig aus dem Schuldschein ergeben. Ebenso können Verzugszinsen festgehalten werden, die fällig werden, wenn eine Rückzahlung zum vertraglich festgelegten Zeitpunkt nicht erfolgt. Nach der Unterschrift durch den Schuldner erhält der Gläubiger dann den Schuldschein in seinen Besitz.
Wichtig erscheint noch der Hinweis, dass auch Rückzahlungen direkt auf dem Schulschein vermerkt werden können. In jedem Falle sollte sich aber auch der Schuldner die Zahlung von Beträgen quittieren lassen. Denn gelangen beispielsweise einmal Erben des Gläubigers in den Besitz des Schuldscheins, muss der Schuldner den Nachweis erbringen, dass die darin enthaltene Forderung nicht mehr besteht.